Die Vorgeschichte

Nach der blutigen Niederschlagung des tibetischen Volksaufstandes im März 1959 durch die sogenannte „ Volksbefreiungsarmee der VR China ” sind über 100.000 Tibeter nach Indien geflüchtet, um dem Massaker zu entkommen.

Aufgrund der enormen Strapazen der Flucht waren viele von ihnen gesundheitlich extrem angeschlagen und psychisch traumatisiert. Hinzu kamen die ungewohnten klimatischen Bedingungen im subtropischen Indien, so dass viele Tibetflüchtlinge an Tuberkulose erkrankten und verstarben. Aus dem Nichts musste zwingend eine Ambulanz gegründet werden.

Dank der enthusiastischen Unterstützung einiger Hilfsorganisationen und vieler Privatpersonen aus dem Westen ist aus einer einstigen Nussschale heute ein regional bedeutendes Versorgungskrankenhaus mit 45 Betten entstanden.

Bezüglich der Diagnostik und Behandlung der Tuberkulose ist das Delek Hospital weit über die regionalen Grenzen hinweg als medizinisch anerkannte, wichtige Einrichtung bekannt.

Deshalb hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO im Oktober 2013 das Delek Hospital für den begehrten internationalen Medizin-Preis „ Stop TB Partnership-KochonPrize ” ( stoptb.org ) vorgeschlagen. Die Preisverleihung wurde durch die Intervention der VR China verhindert.

Heute wird das Delek Hospital ausschließlich von Tibetern geführt. Insgesamt sind 45 Mitarbeiter beschäftigt – vom Reinigungspersonal bis zu der ärztlichen Leitung.